Portrait einer Frau copyright kleinheinz picsWie man Portraits von Fremden schießt:

Eines der schwersten Disziplinen des Dokumentieren, Reisen und der Straßenphotographie ist es, gute Portraits von Fremden zu machen.

Während selbst der einfachste Mensch in der Lage ist, ein Foto von jemandem zu schießen, der nicht realisiert dass er fotografiert wird, bekommt man oft bessere Fotos wenn es eine Art Interaktion zwischen dem Hochzeitsfotograf Hannover und dem Fotoobjekt gibt.

Stellen Sie sich Steve McCurry’s „Afghan Girl“ vor, wenn sie weggeschaut hätte anstatt ihn direkt angeschaut hätte. Es wäre zwar immer noch ein gutes Bild, aber vielleicht auch ein nicht so ein großartiges.

Auch wenn Steves Bildobjekte zwar nicht immer Blickkontakt mit der Kamera haben, wissen sie, dass er hier ist. Wenn Sie sich also zu schüchtern fühlen, um mit Fremden umzugehen, gibt es hier einige Tipps um Portraits zu machen, die sie beide mögen:

Spüren Sie die Angst, und machen Sie es trotzdem

Das ist ebenfalls der Name eines berühmten Selbsthilfebuchs und ein gutes Motto, das man sich einprägen sollte. Ja, du fühlst dich vielleicht nicht vorbereitet einen photogenen Fremden anzusprechen, und dieses Gefühl wird wahrscheinlich nicht weggehen, auch wenn Sie immer erfahrener werden.

Aber Ihr Verlangen, ein gutes Foto zu schießen sollte stärker als Ihre Schüchternheit sein. Also geben Sie nicht auf wenn Sie sich „nicht selbstbewusst genug fühlen“, oder deren Sprache nicht sprechen, weil Sie sich sonst wahrscheinlich nie selbstbewusst genug fühlen, um interessante Leute anzusprechen.

Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Sie lehnen ab, in dem Fall bedankst du dich höflich und gehst weiter. Nimm das nicht persönlich, sie könnten einen schlechten Tag gehabt haben, oder ihre Kultur akzeptiert das nicht.

Reden Sie zuerst und machen Sie Fotos später

Das ist ein guter Tipp von dem Reisephotographen Gavin Gough. Wenn Sie eine Art Interaktion oder Konversation mit einer Person herstellen können, oder zumindest Augenkontakt schaffen können und sie Interesse zeigen, in dem was Sie tun, ist das ein großartiger Anfang.

Sobald Sie einige Freundlichkeiten ausgetauscht hatten und Sie das Gefühl haben sich gut zu verstehen, fragen Sie ob Sie ein Foto machen dürfen. Handelt es sich um einen Ladenbesitzer oder einen Markthändler, kaufen Sie der Person zuerst etwas ab.

Damit überwinden Sie auch die verzwickte Frage, ob Sie jemanden dafür bezahlen sollen, ein Foto machen zu dürfen.

Denken Sie auch daran, welches Objektiv Sie verwenden, ein kürzeres, kleineres Objektiv ist normalerweise weniger erschreckend für jemanden als wenn ein langes Objekt in deren Gesicht ausgefahren wird.

Zeigen Sie das Bild her

Ein anderer guter Tipp ist es, das Bild, dass Sie gerade aufgenommen haben herzuzeigen – sehr einfach durchzuführen wenn Sie eine Digitalkamera haben. Kinder und ältere Menschen in Entwicklungsländern sehen nicht so oft Digitalkameras, also warum gönnen Sie den Personen es nicht einmal, auch ein Bild von sich selbst auf einer digitalen Kamera zu sehen.

Wenn das Bild nicht so gut geworden ist, verwenden Sie es als Begründung, es ein weiteres Mal zu probieren. Übertreiben Sie es nicht auch wenn Ihr Gegenüber freundlich ist, das bringt uns wiederum zum nächsten Punkt.

Bleiben Sie noch etwas vor Ort oder kommen Sie am nächsten Tag wieder

Nachdem Sie einige Bilder geschossen haben, bleiben Sie einfach noch etwas vor Ort. Wen eine Person gerade arbeitet ist es möglich dass sie Sie einfach vergisst, das Sie hier sind und wieder das machen was sie normalerweise tun, was Ihnen auch interessante Bilder bescheren kann.

Noch einmal, übertreiben Sie es nicht. Wenn Sie spüren dass Sie nervig, ablenkend oder irritierend für Ihre Mitmenschen werden, gehen Sie weiter. Ein großer Teil einer erfolgreichen Reisedokumentation und Reisefotografie ist es, zu wissen wann man aufhören sollte.

Holen Sie sich lokale Hilfe

Um wieder zu Steve McCurrys „Afghan Girl“ zurückzukehren, er hat einen lokalen Mittelmann gefragt um mit dem Mädchen zu reden und ihren Bruder gefragt ob er die Erlaubnis für das Foto bekäme – sie hätte sonst wahrscheinlich nicht zugestimmt. Es gibt Zeiten da helfen lokale Mittelmänner wirklich, aber Fixer oder Mittelmänner wirklich, aber buchen Sie nicht einfach irgendeinen.

Holen Sie sich Hilfe und Empfehlungen von anderen Reisephotographen durch die vielen Internetforen, oder recherchieren Sie mit Google, aber versuchen Sie eine Empfehlung zu bekommen, als mit jemandem umherzugehen, für den kein anderer Fotograph bürgen kann.

Das ist besonders in Regionen um Syrien und dem Irak wichtig, da ISIS Mitglieder, dafür bekannt sind, sich als Mittelmänner für Fotographen und Journalisten anzubieten, um sie später zu entführen!

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